iSven

Unwichtiges nach Relevanz sortieren...

Android Phone

Seit einigen Wochen benutze ich ein Google G1 Handy. Im Großen und Ganzen bin ich recht begeistert von dem Gerät. Es gibt zwar einige Schwächen, zu dem der Akku und die geringe CPU Leistung zählen, doch insgesamt ist das Konzept sehr vielversprechend. Ich denke, daß die Android Plattform eine der Bestimmenden der nächsten Jahre sein wird.

Das grundlegende Kozept, die Hardware und das (offene) Betriebssystem zu trennen und sich wieder auf die jeweiligen Kernkompetenzen zu konzentrieren, wird für reichlich Bewegung auf dem Smartphone Markt sorgen. Ich meine damit, dass Hardwarehersteller wie z.B. Motorola sich wieder voll der Hardware widmen können und sich nicht mit der Erstellung/Anpassung eines Betriebssystems und den entsprechenden Anwendungen dafür rumschlagen müssen.

Android und nicht zuletzt das iPhone, welches die wesentlichen neuen Bedienkonzept etabliert hat, wird noch für ordentlichen Wirbel bei Nokia und Microsoft sorgen.

Da ich nun schon eine Weile mit Android experimentiert habe, werde ich in loser Reihenfolge einige Applikationen vorstellen. Fangen wir mit Evernote an:

Evernote ist ein OnlineTool zur Verwaltung von Notizen, und Dateien bzw. Bildern. Bei den Bildern bezieht sich dies im Wesentlichen auf den darin enthaltenen Text, dem Evernote automatisch einer optischen Zeichenerkennung (OCR) unterzieht. Als Bilder sind also Screenshot, Visitenkarten und Texte jeglicher Art geeignet. Evernote gibt's als Anwendung für diverse Betriebssysteme und Browser.

Seit kurzem gibt es nun eine App für Android unter: http://s.evernote.com/androidbeta und die ist recht übersichtlich aufgebaut:

 

Evernote Hauptmenu

 

Es können Bilder, Dateien, Texte und Audioaufnahmen erfasst und zu Evernote hochgeladen werden. Über das Suchfeld öffnet sich der Browser und zeigt die gefundenen Notizen in einer für Smartphones optimierten Ansicht an. Insgesamt ist Evernote ein hilfreiches Tool, wenn man von überall auf seine Notizen zurückgreifen will.

Dateien unter Windows suchen

Welcher Entwickler kennt das nicht: man sucht in einem Verzeichnis samt Unterverzeichnissen nach Dateien, die eine bestimmte Zeichenfolge enthalten. 

Die Windowssuche (zumindest unter XP und Vista) hilft hier selten weiter und noch viel schlimmer: Ich vertraue den Suchergebnissen oft nicht. Unixanwender werden jetzt innerlich lächeln, denn der Befehl "find" bzw. "locate" ist dort ein mächtiges Werkzeug, und die Anwender von cygwin können diese Werkzeuge auch unter Windows nutzen. Doch Windows hat auch ein recht unbekanntes Tool für die Kommandozeile:

findstr

Sucht nach Zeichenfolgen in Dateien.

FINDSTR [/B] [/E] [/L] [/R] [/S] [/I] [/X] [/V] [/N] [/M] [/O] [/P]
        [/F:Datei] [/C:Zeichenfolge] [/G:Datei] [/D:Verzeichnisliste]
        [/A:Farbattribute] [/OFF[LINE]] Zeichenfolgen
        [[Laufwerk:][Pfad]Dateiname[ ...]]

  /B    Sucht am Zeilenanfang.
  /E    Sucht am Zeilenende.
  /L    Sucht nach dem Text buchstabengetreu.
  /R    Sucht nach der Zeichenfolge als regulärem Ausdruck.
  /S    Sucht nach entsprechenden Dateien im aktuellen Verzeichnis
        und allen Unterverzeichnissen.
  /I    Ignoriert Groß-/Kleinschreibung.
  /X    Gibt Zeilen aus, die vollkommen übereinstimmen.
  /V    Gibt Zeilen aus, die die Zeichenfolge nicht enthalten.
  /N    Gibt die Zeilennummer vor jeder Trefferzeile an.
  /M    Gibt nur die Namen der Dateien aus, die die Zeichenfolge enthalten.
  /O    Gibt den Offset des Zeichens vor jeder gefundenen Zeile aus.
  /P    Überspringt Dateien mit Zeichen, die nicht gedruckt werden können.
  /OFF[LINE] Überspringt keine Offlinedateien.
  /A:Attrib         Gibt die Farbattribute als zwei hexadezimale Ziffern an.
                    Siehe "COLOR /?"
  /F:Datei          Liest eine Dateiliste aus der angegebenen Datei ein.
  /C:Zeichenfolge   Sucht nach Zeichenfolge buchstabengetreu.
  /G:Datei          Liest Suchzeichenfolge aus der angegebenen Datei ein.
  /D:Verzeichnis    Durchsucht eine mit Semikolons getrennte Verzeichnisliste.
  Zeichenfolge      Text, nach dem gesucht werden soll.
  [Laufwerk:][Pfad] Dateiname
                    Angabe der zu durchsuchenden Datei(en).

Leerzeichen weisen auf mehrere getrennte Zeichenfolgen hin, außer es wurde /C
als Option angegeben. Zum Beispiel sucht 'FINDSTR "Windows NT" BR.TXT' nach
"Windows" oder "NT" in der Datei BR.TXT.  'FINDSTR /C:"Windows NT" BR.TXT'
hingegen sucht nach "Windows NT" in der Datei BR.TXT.

Schnellübersicht regulärer Ausdrücke:
  .         Platzhalter: beliebiges Zeichen
  *         Wiederholung: keine oder mehrere Wiederholungen
            des/der vorhergehenden Zeichens/Klasse
  ^         Zeilenposition: Anfang der Zeile
  $         Zeilenposition: Ende der Zeile
  [Klasse]  Zeichenklasse: beliebiges Zeichen aus einem Zeichensatz
  [^Klasse] Umgekehrte Klasse: beliebiges Zeichen nicht im Zeichensatz
  [x-y]     Bereich: beliebige Zeichen im angegebenen Bereich
  \x        Escape: direkte Verwendung eines Metazeichens x
  \<xyz     Wortposition: am Anfang des Wortes
  xyz\>     Wortposition: am Ende des Wortes

 

Beispiel: findstr /i /s /p ".body" *.*

Sucht ausgehend vom aktuelllen Verzeichnis in allen Unterverzeichnissen nach Dateien, welche die Zeichenfolge ".body" enthalten. Dabei wird Gross/Kleinschreibung nicht beachtet und zusätzlich werden Binärdateien nicht durchsucht.

Wer knabbert an meinem Häuschen...

Eigentlich ist der Process Explorer von Sysinternals, die ja mittlerweile von Microsoft übernommen worden sind, nichts Neues.  Trotzdem sollte dieses Tool nicht unerwähnt bleiben für Alle, die ein wenig mehr wissen wollen, als der Taskmanager von Windows preisgibt.


Angezeigt wird z.B. nicht nur der aktuelle Zustand der CPU Auslastung, sondern auch welcher Prozess in der Vergangenheit die höchste Prozessorlast erzeugt hat. Dazu fährt man einfach mit der Maus über die Zeitleiste der CPU Darstellung und neben dem Mauszeiger wird der entsprechende Prozess angezeigt. Dasselbe gilt auch für I/O Zugriffe. Damit bekommt man recht schnell raus, welcher Prozess immer wieder die Kontrolle über den Rechner übernimmt.


Die Baumansicht des Process Explorers mag auf den ersten Blick ein wenig unüberischtlich wirken. Doch nach kurzer Gewöhnungszeit ist diese Ansicht eigentlich unverzichtbar, denn es werden genaue Details über alle Prozess und deren Threads angezeigt. Allein beim herüberfahren mit der Maus werden schon wichtige Infos angezeigt und ein Doppelklick auf einen Prozess bringt eine detailierte Ansicht aller wichtiger Parameter.

Fazit: Der Process Explorer kann sehr gut unterstützen, wenn man in die Prozessinternas von Windows blicken will.

EMS DB Comparer for SQL Server

Auf der Suche nach einem Tool zum Abgleich von SQL Server 2000 Datenbanken bin ich auf den EMS DB Comparer for SQL Server gestossen. Dieses Tool kostet gerade mal 65,- ? und zeigt zuverlässig die Unterschiede von zwei SQL Server Datenbanken an. Zum schnellen Abgleich zwischen Test-, Entwicklungs- und Produktionssystemen ist es auf jeden Fall zu empfehlen.


Anmerkung: Wer leistungsfähigere Tools zur Verwaltung von SQL Server Datenbanken sucht, der sollte mal einen Blick auf die Produkte von Quest werfen. Die sind zwar nicht ganz billig, glänzen dafür aber mit einem umfangreichen Portfolio an Funktionen für Analyse, Entwicklung, Administration und Tuning.